Fachkongress „Potential trifft Chance“ – Inklusion als Zukunftsaufgabe für Wirtschaft und Gesellschaft
📅 23. September 2025·Rückblick

Fachkongress „Potential trifft Chance“ – Inklusion als Zukunftsaufgabe für Wirtschaft und Gesellschaft

Fachkongress „Potential trifft Chance“ – Inklusion als Zukunftsaufgabe für Wirtschaft und Gesellschaft

Am 23. September 2025 lud die Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (LAG WfbM Sachsen) zum Fachkongress „Potential trifft Chance“ in das Carlowitz Center Chemnitz ein. Der Kongress richtete sich an Führungskräfte, Personalverantwortliche sowie Entscheiderinnen und Entscheider, die erkannt haben: gelebte Inklusion ist nicht nur ein gesellschaftliches Anliegen, sondern stärkt nachhaltig Unternehmen. Denn Inklusion eröffnet neue Potenziale auf dem Arbeitsmarkt, fördert Innovation und trägt maßgeblich zur Sicherung von Fachkräften bei – bei gleichzeitiger Verbesserung der Unternehmenskultur.

Auftakt mit klarer Botschaft

Nach der Begrüßung durch Heiko Buschbeck, Vorstandsvorsitzender der LAG WfbM Sachsen, folgte der Eröffnungsimpuls von Alexander Dierks, Präsident des Sächsischen Landtages. Er erinnerte daran, dass in Sachsen rund 15.000 Menschen mit Behinderung in Werkstätten arbeiten und machte deutlich: Inklusion ist ein gemeinsamer gesellschaftlicher Auftrag. Die Inklusionsarbeit sei erfolgreich, zugleich aber auch herausfordernd – sie verlange von allen Beteiligten die Bereitschaft, die eigene Haltung zu hinterfragen und neue Wege zu gehen. Als vielversprechende Möglichkeit wurden dabei hybride Modelle in Unternehmen hervorgehoben.

Ein prägendes Leitmotiv des Kongresses brachte ein vielfach zitiertes Bild auf den Punkt:
„Vielfalt heißt, zur Party eingeladen zu werden. Inklusion heißt, zum Tanzen aufgefordert zu werden. Teilhabe bedeutet, die Party mitzuorganisieren.“
– basierend auf einem Gedanken der US-amerikanischen Diversity-Expertin Verna Myers.

Workshops mit Praxisfokus

Am Nachmittag wurde die Kongressbühne für praxisorientierte Workshopangebote geöffnet. Gemeinsam mit Frederik Haarig (Kopfvitamin e.V.) und Peggy Dörffel (Volksbank Chemnitz eG) waren wir eingeladen, unser Projekt „Stärkenorientierung barrierefrei gelebt“ vorzustellen – eine Zusammenarbeit mit der Invitas Lebenshilfe gGmbH.

Im Zentrum stand die Frage, wie bewährte Methoden der Stärkenorientierung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen wirksam umgesetzt werden können. Die Erfahrungen aus dem Projekt machten deutlich: Wenn Talente erkannt, gefördert und gelebt werden – unabhängig von individuellen Einschränkungen – entstehen Mut, Motivation und neue Perspektiven für Arbeitswelt und Gesellschaft.

Inspirierender Abschluss

Den Abschlussimpuls setzte Malte Ziegenhagen, ehemaliger Spieler von den Niners Chemnitz, der mit seinen Worten verdeutlichte, wie wichtig Teamgeist, Haltung und das Vertrauen in die eigenen Stärken sind – Werte, die nicht nur im Sport, sondern ebenso in der Inklusionsarbeit tragen.

Fazit

Der Fachkongress „Potential trifft Chance“ machte eindrucksvoll deutlich: Inklusion ist kein Randthema, sondern ein zentraler Zukunftsfaktor für Wirtschaft und Gesellschaft. Wer Inklusion als Chance begreift, schafft Räume für Innovation, stärkt die Unternehmenskultur und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zu einer vielfältigen und gerechten Gesellschaft.

Impressionen